Kohärenz
Sätze passen sprachlich zusammen. Das zeigt noch nicht, dass sie dem Sachverhalt entsprechen.
KI-ETHIK
Flüssige Sprache ist ein Antwortvorschlag. Verlässlichkeit entsteht, wenn einzelne Claims mit passender Evidenz abgeglichen und Grenzen dokumentiert werden.

Welche einzelne Aussage stützt eine für die konkrete Frage geeignete Quelle – und woran erkennen wir, dass wir sie korrigieren müssen?
Ein Assistent behauptet, Python sei Voraussetzung für einen Grundlagenkurs. Das freigegebene Programm verlangt es nicht; ein optionales Zusatzblatt empfiehlt Python nur für eine Aufbauübung. Der Fall ist vollständig erfunden.
Sätze passen sprachlich zusammen. Das zeigt noch nicht, dass sie dem Sachverhalt entsprechen.
Eine einzelne, prüfbare Aussage. Fakten, Werturteile, Prognosen und Empfehlungen brauchen verschiedene Prüfwege.
Eine passende, aktuelle Quelle, die im richtigen Geltungsbereich den konkreten Claim stützt, ihm widerspricht oder ihn offen lässt.
Zusammenfassungs-, Wahrheitsbenchmark- und RAG-Studien zeigen Fehler in den jeweils untersuchten Aufgaben und Modellbeständen. Quellenattribution bewertet, ob eine Aussage durch eine identifizierte Quelle gestützt wird. Kalibrierungs-, Unsicherheits- und Selbstkorrekturforschung liefert begrenzte Signale – keine allgemeine Wahrheitsgarantie.

„Das freigegebene Grundlagenprogramm nennt keine Python-Voraussetzung. Das Zusatzblatt nutzt Python für eine optionale Aufbauübung. Für einen anderen Kursdurchlauf muss die aktuelle Fassung geprüft werden.“
Eine Vollprüfung jeder reversiblen internen Formulierung kann unverhältnismäßig sein. Aussagen zu Zugang, Sicherheit oder schwer umkehrbaren Entscheidungen brauchen stärkere Evidenz und eine wirksame Freigabe. Fehlt eine geeignete Quelle, bleibt die Antwort offen oder wird weitergeleitet.
Der vierstufige Grundzyklus bezieht Zweck, Betroffene und Wissenslücken ein, prüft Werte und Evidenz, legt eine vorläufige Organisationsregel fest und bestimmt Feedback sowie Revision.
Das eigenständige Beratungsmodell R strukturiert einen konkreten Fachprüfauftrag, etwa wenn tatsächlich eine Rechts-, Vertrags- oder Regulierungsfrage entsteht. Es ersetzt K nicht.
Forschungsbefunde gelten für die jeweils untersuchten Aufgaben und Modelle; sie sind keine pauschalen Kennzahlen für heutige Systeme. F, K und R werden hier didaktisch angewandt und nicht als empirisch validierte oder rechtsverbindliche Verfahren dargestellt. Die Fallarbeit und Checkliste sind redaktionelle Lernmittel.